HomeOffice Laptop mit Kaffee und Brille

My Home is my Office

Die Arbeit aus dem Home-Office hat einige Tücken, vor allem für diejenigen, die noch nie länger von zu Hause gearbeitet haben. Meistens dauert es einige Zeit, bis es wirklich rund läuft. Ein paar Praxistipps, die Ihnen die Umstellung auf Homeoffice erleichtern können.

Rituale für den Start in den Tag

Der Weg zur Arbeit, der Weg zur Kaffeemaschine, Mittagessen mit den Kollegen – alles Tagespunkte, die im Homeoffice wegfallen. Den Tag zu gemütlich anzugehen, kann sich empfindlich auf die Produktivität ausüben. Da der eigene Bewegungsradius in der Wohnung eingeschränkt ist, empfehlen sich Rituale und Routinen, um den Arbeitsalltag im Büro zu simulieren. Das kann der Kaffee auf dem Balkon/Terrasse sein oder – um den Weg zur Arbeit zu simulieren – der Spaziergang, bevor man in die Homeoffice-Session startet.

Suchen Sie zu Hause nach einem Arbeitsort, wo Sie möglichst ungestört arbeiten können und schreiben Sie sich konkrete Tagesziele und eine Agenda auf, um effektiv zu arbeiten. Ein weiterer Tipp: Raus aus dem Schlafanzug oder der Jogginghose und rein in Kleidung, die Sie auch im Büro tragen würden. Ist der Arbeitstag vorbei, kann man ganz bewusst in Freizeitkleidung schlüpfen. Das hilft, im Kopf zwischen Arbeit und Freizeit zu trennen.

Ablenkung und Pausenzeiten

Zuhause ist die Versuchung, sich mit anderen Dingen jenseits der Arbeitsaufgaben zu beschäftigen, deutlich größer als im Büro. Auf einmal fallen einem Dinge auf, die man im Haushalt erledigen könnte: Wäschemachen erscheint besonders wichtig oder man wird vom Handy auf dem Schreibtisch abgelenkt. Verstaut in der Schublade, lenkt das Smartphone nicht mit WhatsApp-Nachrichten oder Corona-News ab. Richten Sie sich Ihren Arbeitsplatz so ein, dass Sie nur die wesentlichen Arbeitsutensilien im Blick haben. Dazu vielleicht an einem Ort mit Blick ins Freie – so steht dem produktiven Arbeiten nichts mehr im Weg.

Um doch ein paar Punkte auf der To-do-Liste abzuarbeiten, empfehlen sich kürzere Arbeitsphasen. Warum nicht mal auf Techniken des Zeitmanagement zurückgreifen? Zum Beispiel auf die Pomodoro-Technik. So lassen sich Arbeits- und Ruhephasen gut in den Arbeitsalltag integrieren. Oder erstellen Sie sich ein Kanban-Board mit den Spalten Open, Doing, Done. So kann man sich eine motivierende Übersicht all seiner Aufgaben zusammenstellen.

Ändern Sie zudem öfter Ihre Sitzposition, um Verspannungen vorzubeugen. Vielleicht haben Sie zuhause auch die Möglichkeit im Stehen zu arbeiten. Nutzen Sie diese. Denn gerade in Zeiten von geschlossenen Fitnessstudios und viel verbrachter Zeit in den eigenen vier Wänden, sollte man seine eigene Gesundheit nicht vernachlässigen.

Kommunikation im Team

Fehlende oder erschwerte Kommunikation ist die größte Herausforderung beim Arbeiten in örtlich verteilten Teams im Homeoffice. Deshalb ist eine feste Routine der Kommunikation so unglaublich wichtig.
Es lohnt sich ungemein, am Ende der Woche einen Blick auf die vergangenen Tage zurückzuwerfen. Das Wrap-up am Ende der Woche als Reflexion kann folgende Fragen berühren:

  • Wie verbessern wir ab nächste Woche unsere Zusammenarbeit und Prozesse?
  • Was lief gut, das wir beibehalten werden?

Diese Prozesse sollen dafür sorgen, dass allen Teammitgliedern klar ist, wer wofür verantwortlich ist, was der aktuelle Stand bei jedem ist. Ebenso hat man einen Blick auf das gemeinsame Ziel und welche Zwischenergebnisse bis zu welchen Zeitpunkt erwartet werden. Selbstverantwortung und gegenseitige Transparenz spielen eine immens große Rolle in verteilten Remote-Teams, die von Zuhause aus arbeiten.

In virtuellen Meeting kann auch gerne über persönliches gesprochen werden. Das hilft, das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung zu befriedigen. Wie wäre es zum Beispiel mit einer gemeinsamen Kaffeepause Mittwoch vormittags?

Kinderbetreuung und sonstige Herausforderungen

Vielleicht sind Sie nicht allein zu Hause, etwa, weil Ihre Kinder nicht in die Kita oder zur Schule gehen können oder weil Ihr*e Partner*in ebenfalls im Home-Office ist. Einen normalen Arbeitsablauf zu organisieren ist dann noch schwieriger.

Legen Sie klare Zeiten für die Unterstützung bei Schulangeboten oder Freizeit für Ihre Kinder fest. So können Sie bei Hausaufgaben oder anderen Fragen zur Seite stehen, ohne dass Sie in konzentrierten Arbeitsphasen gestört werden.
Das Business-Magazin „Fast Company“ hat 11 hilfreiche Tipps für Eltern im HomeOffice zusammengestellt.

Weiterbildung

Nutzen Sie die Zeit, um sich weiterzubilden! Anregende Podcasts und spannende Bücher bringen neue Perspektiven auf die eigene Arbeit und lassen neue Kompetenzen entwicklen, um den Arbeitsalltag effektiver und souveräner zu gestalten. Und auch die Luther.academy bietet ein vielfältiges Angebot von Englischtrainings über betriebswirtschaftliche Kompetenzen für Juristen bis hin zu Soft-Skill-Videokursen.

Beitragsbild: Di_An_h auf Unsplash