Projekt „Yukon Bay“: Vergaberechtler unter Zeitdruck

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Die „Yukon Queen“ ist auf Grund gelaufen: Auf dem Deck des Frachtschiffs wohnen Pinguine. Ein Fenster im Frachtraum gibt den Blick frei auf Eisbären und Robben. Die Unterwasserwelt des künstlichen Schiffswracks gehört zur „Yukon Bay“ – einer kanadischen Themenwelt im Zoo Hannover, die außerdem noch eine Hafenstadt, eine Wolfsschlucht und eine alte Goldgräbermine umfasst.

Das Vergaberechtsteam von Luther hat den Bau der „Yukon Bay“ während der Bauzeit von rund 30 Monaten begleitet. Offizielle Eröffnung der rund 22.000 qm großen Themenwelt war am 22. Mai 2010. Finanziert wurde das rund 35 Millionen Euro teure Projekt von der Region Hannover, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), Spenden und Einnahmen des Zoos.

Luthers Team am Standort Hannover hatte in erster Linie die Aufgabe, zu gewährleisten, dass die Vergabe aller Einzelgewerke konform mit örtlichen und EU-Richtlinien erfolgte. Unterstützung bekam es von Kollegen aus Luthers Leipziger Standort, die sich auf die baurechtlichen Fragestellungen konzentrierten.

Ulf-Dieter Pape
Ulf-Dieter Pape

Ulf-Dieter Pape, der bei Luther das Team Vergaberecht leitet und bei diesem Mandat die Federführung übernahm, erinnert sich, dass vor allem der strenge Zeitplan das Mandat zu einer Herausforderung gemacht hat: „Es ging ja nicht nur um die Fertigstellung verschiedener Gebäude. Mehr als 100 Tiere haben auf ihren Umzug ins neue Quartier gewartet: Da durften keine Pannen passieren, denn die Tiere lassen sich schließlich schlecht irgendwo zwischenlagern.“

Das sich der Einsatz des Luther-Teams mehr als gelohnt hat, zeigt ein Blick auf die Besucherstatistik des Zoos: Mit über 1,6 Millionen hat er im Jahr 2010 einen neuen Besucherrekord aufgestellt. Auch für Luther hat sich das Projekt ausgezahlt. Der Zoo wird bis heute in bau- und vergaberechtlichen Angelegenheiten beraten. Durch die Begleitung des Vorzeigeprojekts hat sich zudem der Bekanntheitsgrad in der Stadt deutlich erhöht.